Schritt 2: Die erste Reaktion

Es gibt mehrere Mögichkeiten auf eine erhaltene Abmahnung zu reagieren.

Die erste und risikoreichste Möglichkeit ist es, nicht zu reagieren. Wenn eine Abmahnung unberechtigt ist, passiert zwar eventuell gar nichts. Wenn sie dagegen berechtigt ist und der Abmahner besonders hartnäckig ist, kann Ihnen schon nach wenigen Tagen eine einstweilige Verfügung zukommen, die in der Regel wesentlich teurer ist, als die Abmahnung.

Reagieren sollte man daher in jedem Fall!

Die zweite Möglichkeit ist, falls die Abmahnung berechtigt ist, denn gefordeten Betrag zu bezahlen, aber im jedem Fall nicht die der Abmahnung beigefügte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, sondern eine modifizierte Unterlassungserklärung abzugeben. Wieso? Die vorgefertigten Unterlassungserklärung sind aus Sicht des Betroffenen sehr ungünstig formuliert.

Der Abgemahnte verpflichtet sich oft bis 30 Jahre lang keine Urheberrechtsverletzungen mehr zu begehen und muss im Wiederholgungsfall mit extremen Strafen rechnen. zudem richten sich die vorgefertigten Unterlassungserklärungen oft nur auf eine bestimmte Datei (z.b. ein Musiktitel). Sollte der Betroffene allerdings mehrere Titel des selten Rechteinhabers heruntergeladen haben, kann es so passieren, das er für andere Titel noch eine separate Abmahnung erhält. 

Um diesem Fällen vorzubeugen, ist daher dringend zu der Abgabe eine modifizierten Unterlassungserklärung zu raten. Ob Sie diese selbst erstellen oder von Anwalt erstellen lassen, ist dabei Ihnen überlassen. Im Allgemeinen ist zur Einbeziehung eines auf Filesharing spezialsieten Anwalts zu raten, da er sie am besten bei Abwicklung der einzelnen Schritte unterstützen und beraten kann.


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